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Tragödie und Christentum

Tragödie und Christentum begegnen sich in ihrem Anspruch auf Erlösung. Während die Tragödie ihre innere Dramaturgie von der Erfahrung der Vernichtung her entfaltet und Erlösung als Rettung vor der Gefahr des Nicht-Seins konkretisiert, entsteht das Drama im Christentum aus der Unvereinbarkeit des Lebensbezugs der Sünde mit der auslösenden Macht der Verheißung.

Das Konzept der Tragödie scheitert im Christentum an der Faktizität der Sünde. Das Christentum scheint das Drama durch die Drohung des Todes, in die das Erlösungsversprechen sich einhüllt, zu perpetuieren und damit einer Ästhetisierung der Geschichte Vorschub zu leisten. Ausgehend von Aischylos' Ursprungsmythos des Theaters im "Gefesselten Prometheus" verfolgt diese Studie die Transposition der griechischen Tragödie auf die Bühne des Christentums anhand ausgewählter Stücke von Calderon de la Barca, William Shakespeare, Christian Dietrich Grabbe, Hugo von Hofmannsthal, Samuel Beckett sowie theoretischer Reflexionen auf das Konfliktpotential von Sokrates, Sören Kierkegaard, Heinrich von Kleist und Friedrich Nietzsche.


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